Der Begriff türkische Kelim bzw. Kelim stammt einigen Historliken zufolge aus dem farsi, dem persichen und wird von dem Wort Gelim abgeleitet. Der türkische Kelim Teppich ist ein Flachwebteppich ohne Flor. Das Gewebe besteht in der Regel aus hochwertige Wollle im Schuss und die Kette aus Baumwolle. Das charakteristische der Kelims ist, dass die die Rückseite das gleiche Muster aufweist wie die Vorderseite. Kelim Teppiche sind v.a. türkische und turkmenische Teppiche und sind somit v.a. Nomadenteppiche.

Türksische Kelims haben eine hohe vielfalt an Mustern, Motiven und Farben. Türkische Kelims verwenden häufig Tiermotive wie z.b. Skorpionstachel, Spinnen oder auch Hunde – hüfig werden auch Blütenvariationen oder geometrische Muster verwendet. Kelims  zeigen Rapportmuster stilisierter Tierformen oder geometrische Medaillons, die in der Wiederholung farblich variieren

Bis in die 70er-Jahre des 20. Jahrhunderts spielten Kelims im Vergleich zu anderen orientalischen Teppichen auf dem europäischen Markt eine untergeordnete Rolle. Sie wurden als Verpackungsmaterial für geknüpfte Orientteppiche eingesetzt. 1977 bereitete eine Londoner Ausstellung den Weg für die Neuentdeckung des Kelims. Fortan entwickelte er sich zu einem geschätzten Stilelement der modernen Inneneinrichtung.